© Web & Design Marlene Berger 2016

Forsthaus Winterstein
Schade, wären Sie nur ein wenig früher gekommen . . . Sie   hätten   am   Nebentisch   unseren   “alten”   Kaiser   Wilhelm   persönlich   erleben   können, tief   im   Gespräch   versunken   mit   dem   Zaren   Ferdinand   von   Bulgarien.   Oder   noch   etwas früher,   da   wäre   Ihnen   vielleicht   die   Gräfin   Hohenembs   auf   dem   Weg   zu   ihrer   Kutsche begegnet.   Das   war   natürlich   gar   nicht   die   Gräfin,   für   die   sie   sich   ausgab.   Das   war niemand   anderes   als   die   Kaiserin   Elisabeth   von   Östereich,   von   allen   Sissi   genannt,   die hier oben Ruhe und Erholung suchte - vielleicht wie Sie heute. Geschichte   und   Geschichten   des   Forsthauses   Winterstein   -   sie   wären   es   wert,   endlich aufgezeichnet zu werden! 1754   von   der   Burggrafschaft   zu   Friedberg   als   Jägerhaus   erbaut,   steht   es   immerhin über   250   Jahre   an   seinem   Platz,   in   seiner   Substanz   ganz   unverändert.   Elektrisches Licht     gibt     es     erst     seit     1989,     vorher     saß     man     abends     bei     gemütlichem     und schummerigem   Gaslicht.   Das   Wasser   stammt   heute   noch   aus   eigenem   Bergquell. Auch   seine   Gastlichkeit   hat   Tradition.   1881   erhielt   die   Frau   des   damaligen   Försters Frank   vom   Großherzog   die   Konzession   für   einen   bescheidenen   Wirtschaftsbetrieb   - seitdem    ist    das    Haus    Ziel    so    manches    hungrigen    und    durstigen    Wanderers    oder ruhebedürftigen Ausflüglers geblieben. 1963   erwarben   Erna   und   Walter   Langsdorf   das   Forsthaus   Winterstein   vom   Hessischen Staat.     Anschließend     wurde     erst     einmal     tüchtig     renoviert,     bis     dann     1965     die Waldgaststätte   neu   eröffnet   werden   konnte.   Zur   Eröffnung   etablierte   sich   gleich   der Ockstädter   Stammtisch,   der   auch   im   Jahre   2008   noch   besteht,   aber   leider   nicht   mehr vollzählig.   Über   ein   viertel   Jahrhundert   haben   die   Wirtsleute   nun   die   Gäste   in   einer einzigartigen,   immer   gleichbleibenden   Atmosphäre   verwöhnt   und   möchten   dies   mit der    Hilfe    ihrer    Tochter    Rosemarie    Keller    auch    weiterhin    für    alle    Wanderer    und Ausflügler tun. Denn   eins   ist   sicher,   am   besten   schmecken   die   einfachen,   aber   guten   Schätze   aus Küche    und    Keller,    wenn    man    sie    sich    gewissermaßen    verdient    hat,    mit    einem herzhaften   Fußmarsch   durch   die   Wälder   und   Felder   des   Wintersteins.   Nur   15   Minuten von   hier   finden   Sie   die   Reste   der   Kaisergrube,   eines   alten   Silberbergwerks.   Edelmetall gibt   es   dort   nicht   mehr   zu   holen,   aber   guten   Waldhonig!   Und   von   Dort   sind   es   nur wenige   Schritte   bis   zu   einem   restaurierten   römischen   Wachturm   am   früheren   Limes, den Sie sogar besteigen können. An    klaren    Tagen    sollten    Sie    den    hölzernen    Aussichtsturm    auf    dem    Gipfel    des Wintersteins   besuchen.   Sie   werden   belohnt   mit   einem   herrlichen   Ausblick.   Die   ganze Wetterau   liegt   wie   ein   aufgeschlagenes   Buch   unter   Ihnen!   Sie   werden   den   Aufstieg   (ca. 20 Minuten) nicht bereuen. Apropos   .   .   .   die   Geschichten   vom   Winterstein:   wollen   Sie   sie   nicht   aufschreiben? kommen   Sie   doch   mal   im   Herbst   oder   im   Winter,   wenn   es   fast   wieder   so   einsam   ist, wie   früher.   Bleiben   Sie,   bis   es   dunkel   wird,   dann   sind   sie   an   der   Quelle   und   unter   sich. Ein   paar   Einheimische,   Wirt   und   Wirtin,   Hund   und   Katz   -   und   das   alte   Forsthaus.   So manche    Geschichte    können    Sie    dann    zu    hören    bekommen,    die    es    wert    wäre, aufgeschrieben    zu    werden.    Wußten    Sie,    daß    der    Wirt,    der    heutige    Besitzer    des Forsthauses,   einmal   allein   und   (fast)   unbewaffnet   die   US   Army   besiegt   hat,   die   heute zum   Glück   ihre   Kriegsspiele   hier   oben   nicht   mehr   abhält!   Solche   Geschichten   erfährt man   natürlich   nur,   wenn   man   Geduld   zum   Zuhören   hat.   Vielleicht   auch,   wenn   man nachts   allein   durch   den   finsteren   Forst   den   Heimweg   sucht.   Man   braucht   sie   dann eigentlich nur noch aufzuschreiben . . .

Forsthaus Winterstein

Schade . . .

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Schade,   wären   Sie   nur   ein   wenig   früher gekommen . . . Sie    hätten    am    Nebentisch    unseren    “alten” Kaiser   Wilhelm   persönlich   erleben   können,   tief im     Gespräch     versunken     mit     dem     Zaren Ferdinand    von    Bulgarien.    Oder    noch    etwas früher,    da    wäre    Ihnen    vielleicht    die    Gräfin Hohenembs    auf    dem    Weg    zu    ihrer    Kutsche begegnet.    Das    war    natürlich    gar    nicht    die Gräfin,     für     die     sie     sich     ausgab.     Das     war niemand    anderes    als    die    Kaiserin    Elisabeth von   Östereich,   von   allen   Sissi   genannt,   die   hier oben    Ruhe    und    Erholung    suchte    -    vielleicht wie Sie heute. Geschichte   und   Geschichten   des   Forsthauses Winterstein     -     sie     wären     es     wert,     endlich aufgezeichnet zu werden! 1754   von   der   Burggrafschaft   zu   Friedberg   als Jägerhaus   erbaut,   steht   es   immerhin   über   250 Jahre   an   seinem   Platz,   in   seiner   Substanz   ganz unverändert.   Elektrisches   Licht   gibt   es   erst   seit 1989,       vorher       saß       man       abends       bei gemütlichem     und     schummerigem     Gaslicht. Das   Wasser   stammt   heute   noch   aus   eigenem Bergquell.       Auch       seine       Gastlichkeit       hat Tradition.   1881   erhielt   die   Frau   des   damaligen Försters        Frank        vom        Großherzog        die Konzession         für         einen         bescheidenen Wirtschaftsbetrieb   -   seitdem   ist   das   Haus   Ziel so       manches       hungrigen       und       durstigen Wanderers    oder    ruhebedürftigen    Ausflüglers geblieben. 1963   erwarben   Erna   und   Walter   Langsdorf   das Forsthaus   Winterstein   vom   Hessischen   Staat. Anschließend      wurde      erst      einmal      tüchtig renoviert,    bis    dann    1965    die    Waldgaststätte neu    eröffnet    werden    konnte.    Zur    Eröffnung etablierte       sich       gleich       der       Ockstädter Stammtisch,    der    auch    im    Jahre    2008    noch besteht,    aber    leider    nicht    mehr    vollzählig. Über     ein     viertel     Jahrhundert     haben     die Wirtsleute       nun       die       Gäste       in       einer einzigartigen,          immer          gleichbleibenden Atmosphäre   verwöhnt   und   möchten   dies   mit der   Hilfe   ihrer   Tochter   Rosemarie   Keller   auch weiterhin    für    alle    Wanderer    und    Ausflügler tun. Denn   eins   ist   sicher,   am   besten   schmecken   die einfachen,   aber   guten   Schätze   aus   Küche   und Keller,    wenn    man    sie    sich    gewissermaßen verdient   hat,   mit   einem   herzhaften   Fußmarsch durch   die   Wälder   und   Felder   des   Wintersteins. Nur   15   Minuten   von   hier   finden   Sie   die   Reste der   Kaisergrube,   eines   alten   Silberbergwerks. Edelmetall   gibt   es   dort   nicht   mehr   zu   holen, aber   guten   Waldhonig!   Und   von   Dort   sind   es nur   wenige   Schritte   bis   zu   einem   restaurierten römischen   Wachturm   am   früheren   Limes,   den Sie sogar besteigen können. An    klaren    Tagen    sollten    Sie    den    hölzernen Aussichtsturm        auf        dem        Gipfel        des Wintersteins    besuchen.    Sie    werden    belohnt mit     einem     herrlichen     Ausblick.     Die     ganze Wetterau   liegt   wie   ein   aufgeschlagenes   Buch unter   Ihnen!   Sie   werden   den   Aufstieg   (ca.   20 Minuten) nicht bereuen. Apropos   .   .   .   die   Geschichten   vom   Winterstein: wollen   Sie   sie   nicht   aufschreiben?   kommen   Sie doch   mal   im   Herbst   oder   im   Winter,   wenn   es fast   wieder   so   einsam   ist,   wie   früher.   Bleiben Sie,   bis   es   dunkel   wird,   dann   sind   sie   an   der Quelle   und   unter   sich.   Ein   paar   Einheimische, Wirt   und   Wirtin,   Hund   und   Katz   -   und   das   alte Forsthaus.   So   manche   Geschichte   können   Sie dann   zu   hören   bekommen,   die   es   wert   wäre, aufgeschrieben    zu    werden.    Wußten    Sie,    daß der   Wirt,   der   heutige   Besitzer   des   Forsthauses, einmal    allein    und    (fast)    unbewaffnet    die    US Army   besiegt   hat,   die   heute   zum   Glück   ihre Kriegsspiele     hier     oben     nicht     mehr     abhält! Solche   Geschichten   erfährt   man   natürlich   nur, wenn   man   Geduld   zum   Zuhören   hat.   Vielleicht auch,    wenn    man    nachts    allein    durch    den finsteren     Forst     den     Heimweg     sucht.     Man braucht      sie      dann      eigentlich      nur      noch aufzuschreiben . . .

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Schade . . .

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